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Thermenstadt im Naturpark Altmühltal

Prädikat: Umweltschule in Europa 2004

Zum dritten Mal: Umweltschule in Europa

In der vergangenen Woche konnte Schulleiter Claus Wagner und Konrektor Herbert Brumm in Schwabach zum dritten Mal in Folge die Auszeichnung „Umweltschule in Europa“ entgegennehmen. Mit beeindruckenden Projekten beteiligten sich 17 nordbayrische Schulen an dieser Ausschreibung, die von der Deutschen Gesellschaft für Umwelterziehung im Auftrag der Europäischen Umweltbildungsstiftung vergeben wird.

„Neben der Ökologisierung der Schule“, hob Umweltstaatssekretärin Emilia Müller hervor, „sei auch Demokratie und Partizipation, verbunden mit neuen Lern- und Unterrichtsformen ein Qualitätskriterium der Schulen, die die Auszeichnung Umweltschule in Europa 2004 erhalten.“ Wörtlich sprach Emilia Müller von der „Schlüsselrolle der Bildung, die für die Bayerische Staatsregierung die stärkste, überzeugendste und nachhaltigste Form der Prävention überhaupt ist.“
Die Grundschule Treuchtlingen hatte sich in diesem Jahr mit dem Schlagwort der“ nachhaltigen Bildung“ beworben. Dahinter verbirgt sich der Gedanke, dass all die Umweltprojekte , die an der Grundschule in Treuchtlingen mit seinen Außenstellen Schambach, Dietfurt und Wettelsheim in den letzten Jahren initiiert wurden, auch weitergeführt und intensiviert werden.

Die Streuobstwiese in Wettelsheim besteht seit 1996 und jedes Jahr wird von Kindern Dörrobst, Apfelkuchen oder Apfelsaft hergestellt. Auch Schnittkurse mit dem Gartenbauverein Wettelsheim wurden schon mehrmals durchgeführt. Die Partnerschaft mit einem Waisenhaus in Kenia, die mit einem regen Austausch verbunden ist. ist ein weiterer nachhaltiger Baustein, der das Schulleben mit verschiedenen Projekten schon seit vier Jahren durchzieht. Höhepunkt war in diesem Jahr neben einer Schuhkartonaktion (mit 300 Geschenkkartons an die Waisenkinder) das Zugvogelprojekt. Im vergangenen Herbst zeichneten Schüler bei einem Besuch der Vogelinsel in Muhr am See Zugvögel und schickten diese Vogelzeichnungen zum „Überwintern“ nach Afrika . Die Vogelzeichnungen der deutschen Schulfreunde sorgte für Begeisterung bei den Waisenkinder, die sofort begannen, ebenfalls ihre einheimische Vogelwelt zu zeichnen. Die Bilder kamen nun im Frühling wieder zurück nach Treuchtlingen,
Ein inzwischen sehr wichtiger Baustein der Umweltschule Treuchtlingen ist das Auwaldprojekt zwischen Bubenheim und Graben, das in Zusammenarbeit mit dem Wasserwirtschaftsamt Ansbach und mit Frau Dr. Nowak vom Infozentrum Treuchtlingen seit drei Jahren durchgeführt wird. Im vergangen Jahr wurden von Kindern der Grundschule im Aubereich ca. 500 Sträucher und Bäumchen angepflanzt. Sehr gelungen ist auch der kleine Naturlehrpfad, der von Schülern verschiedener Klassen in enger Zusammenarbeit mit Frau Dr. Nowak vom Infozentrum Treuchtlingen gestaltet wurde.
Von der Konzeption und Präsentation der diesjährigen Bewerbung der Treuchtlinger Grundschule war die Jury in München so begeistert, dass sie diese unbedingt an den „Vater“ der Idee Prof. Haan in Berlin weiterschickten, um in seine Sammlung der besten schulischen Umweltprojekte aufgenommen zu werden.