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Thermenstadt im Naturpark Altmühltal

Umweltbildung

Im Schulprofil der Grundschule Treuchtlingen hat die Umweltbildung in ihrem vernetzten Gedankengut in diesem Schuljahr einen zentralen Stellenwert eingenommen. Sowohl in der Schulleitung, wie auch innerhalb des Kollegiums soll den Prämissen der nachhaltigen Bildung an Schulen Rechnung getragen werden.

 „Nachhaltigkeit“ ist heutzutage ein gern und vielfältig verwendetes Wort, das in der Gefahr steht, ein Allerweltswort zu werden. Auch in der Schulpädagogik fand dieser Begriff seinen Widerhall – als „nachhaltiges Lernen“ oder „nachhaltige Bildung“. Hier ist der Begriff aus dem ursprünglichen Kontext gelöst und weitergeführt worden. Denn in der Schule geht es um Lernqualifikationen, wie „Zukunftsfähigkeit“ und „Dauer-haftigkeit“ innerhalb einer sich rasant veränderten Welt. Das Leitbild der Nachhaltigkeit bietet einen Rahmen für die Suche nach zukünftigen Entwicklungsebenen innerhalb und außerhalb der Schule. Da Bildung für nachhaltige Entwicklung im Sinne eines gesellschaftlichen Entwicklungsprozesses für uns als Lehrer und Schule eine pädagogische Wegrichtung darstellt, tragen alle Bausteine unserer Umweltbildungs-arbeit der letzten Jahre diese Inhalte als grundlegende Prämisse .

Im Vordergrund steht hierbei den Kompetenzerwerb stärker zu berücksichtigen, der sich in unserer schulischen Projektarbeit mit der Formel “Aneignung von Wissen durch Beteiligung statt Belehrung“ zusammenfassen lässt.

All diese Gedanken fanden wir bestätigt in den  Vorgaben der Vereinten Nationen im Jahre 2002.

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat nämlich  in Fortführung der Agenda 21 und auf Empfehlung des Weltgipfels in Johannesburg 2002 die Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ für den Zeitraum 2005 – 2014 beschlossen. Bildung für nachhaltige Entwicklung wird hier als unerlässliche  Querschnittsaufgabe des gesamten Bildungswesens gesehen. Aufgabe der Bildung für nachhaltige Entwicklung ist es, den Menschen die nötigen Kompetenzen und Einstellungen zu vermitteln, mit dafür zu sorgen, dass künftige  Generationen eine lebenswerte Welt vorfinden.

Weiterhin wurde dort festgelegt, dass Bildung für nachhaltige Entwicklung auf Bewusstseinsbildung und Identifikation mit dem eigenen Lebensraum zielt und somit nicht nur reine  Wissensvermittlung darstellt, sondern lebenslanges handlungsorientiertes politisches Lernen.

Wir Lehrer verstehen Schule als das Ergebnis eines ständigen Entwicklungsprozesses. Dieser Prozess verlangt jedoch einen Orientierungsrahmen für die Schulgestaltung und für die pädagogische Arbeit. Das Konzept der „Umweltschule in Europa“ soll auch dazu dienen, die Einzelaktion der letzten Jahre an dieser Schule zu bündeln und in ein Konzept einzufügen, das ein Profil für die Schule darstellen könnte. Für uns ist das Thema Nachhaltigkeit von immenser Bedeutung. In diesem Jahr wurden wir zum zehnten Mal der Titel „Umweltschule in Europa“ verliehen. Darüber hinaus waren wir Preisträger in verschiedenen Bereichen der Umweltbildung.

Auszeichnung „Goldener Floh“ für praktisches Lernen, Preisträger der Heinz Schuberth Stiftung in Frankfurt, viermal Preisträger des Umweltpreises im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen.

Dies zeigt, dass unsere Engagement in der Umweltbildung zum Ziel hat den Nachhaltigkeitsgedanken stark in  das Schulprofil zu integrieren. Durch unser Comenius-Projekt der letzten Jahre mit Schulen aus der Türkei (Aksaray), Rumänien (Deva) und Italien (Ponsacco) konnten die Themen der Umweltbildung auf einem internationalen Austauschniveau weitergegeben werden. Das Projekt-Thema war unter anderem „Nature our friend“.

Weitere Informationen erhalten Sie im Archiv.